Das Total Talent-Reifegradmodell

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Von Visionen zu konkreten Entwicklungsschritten mit Technologie

In vielen Unternehmen ist das Talentmanagement nach wie vor ein Flickenteppich. Festangestellte Mitarbeiter fallen unter die Personalabteilung, externe Mitarbeiter unter den Einkauf oder die Geschäftsbereiche – und die Zusammenarbeit ist oft begrenzt. Dabei hört die Arbeitsrealität längst nicht mehr bei der Vertragsform auf. Das Buch *Mis geen talent* (Verpassen Sie kein Talent) von Mark van Assema und Marleen Deleu zeigt, dass dieser Mangel an ganzheitlicher Übersicht zu blinden Flecken, Ineffizienz und verpassten Chancen führt.

Von der Erkenntnis zur Tat

In „Mis geen talent“ (Verpassen Sie kein Talent) wird deutlich, dass der Mangel an Überblick über alle Beschäftigten – von festangestellten Mitarbeitern bis hin zu externen Mitarbeitern – ein strategisches Problem darstellt. Die Autoren plädieren daher für einen Wachstumspfad: ein Gesamtmodell zur Talententwicklung, das Unternehmen bei ihrer Entwicklung hin zu einem integralen Talentmanagement (ITB) unterstützt.

Dieses Modell beschreibt fünf Reifegrade, von fragmentiertem Personaleinsatz bis hin zu vollständig integriertem Talentmanagement. Technologie ist dabei nicht der erste Schritt, aber ein entscheidender Hebel. Sie ermöglicht Wachstum, beschleunigt Erkenntnisse und operationalisiert die Zusammenarbeit. Und genau an dieser Schnittstelle bietet Olli eine konkrete Antwort.

1. Externe und interne Personaldaten integrieren

In den meisten Unternehmen sind Personaldaten über verschiedene Systeme verstreut: ein HR-System für Festangestellte, Excel-Listen oder einzelne Verträge für externe Mitarbeiter. Dadurch fehlt der Überblick über das Gesamtbild: Wer arbeitet eigentlich im Unternehmen, in welcher Konstellation, mit welchen Kosten und Risiken?

Olli führt all diese Daten zusammen. Durch die Verwaltung von festen und flexiblen Arbeitskräften innerhalb einer einzigen Plattform entsteht ein ganzheitliches Bild der gesamten Belegschaft. Keine separaten Silos mehr, sondern eine gemeinsame Wahrheit, auf die sich HR, Einkauf und Management stützen können. So wird die Einstellung von Mitarbeitern nicht nur transparent, sondern auch in strategischen Besprechungen diskutierbar.

2. Prozesse rund um die Personalbeschaffung und -einstellung standardisieren und automatisieren

Ohne einheitliche Prozesse ist jede Stellenausschreibung oder jeder Auftrag eine Maßanfertigung. Das führt zu Verzögerungen, unnötigen Risiken und zusätzlichen Kosten. Außerdem wird es schwierig, auf strategischer Ebene Anpassungen vorzunehmen, wenn Sie keinen Überblick über die operativen Abläufe haben.

Olli bietet standardisierte Workflows sowohl für festangestellte als auch für befristete Mitarbeiter. Stellenangebote und Aufträge werden über denselben Prozess erstellt, bewertet, veröffentlicht und besetzt. Automatisierungen – wie Warnungen bei Budgetüberschreitungen oder die automatische Vertragserstellung – sorgen dafür, dass Sie schneller und sicherer handeln können. Damit professionalisieren Sie nicht nur den Betrieb, sondern legen auch den Grundstein für eine strategische Steuerung.

3. Risiken durch integrierte Compliance kontrollieren

Die Einstellung von Mitarbeitern bringt rechtliche Verpflichtungen mit sich – denken Sie beispielsweise an das DBA-Gesetz, die WAADI-Registrierung oder die Überprüfung von Lieferanten. Insbesondere bei dezentraler Einstellung oder schnellen Schattenbuchungen ist ein Unternehmen schnell Risiken ausgesetzt. Dennoch fehlt es in vielen Fällen an einer zentralen Sicherung der Compliance-Anforderungen.

Mit Olli werden Compliance-Kontrollen Teil des Prozesses. WAADI-Prüfungen, NEN-Verifizierungen oder Anforderungen aus der internen Einkaufspolitik sind standardmäßig in der Arbeitsweise enthalten. Keine separaten Checklisten mehr, sondern automatisierte Validierungen innerhalb der Plattform. So verhindern Sie, dass ein Lieferant oder Freiberufler ohne die richtigen Dokumente an die Arbeit geht – und verringern das Risiko von Geldstrafen oder Reputationsschäden.

4. Talente anhand ihrer Fähigkeiten suchen, unabhängig von der Vertragsform

Eines der größten Versprechen von Total Talent Management ist, dass Sie nach der besten Person für die Stelle suchen – und nicht nur innerhalb der Grenzen einer Vertragsform. Dennoch sind viele Systeme und Prozesse immer noch auf Entweder-Oder-Denken ausgerichtet: Entweder suchen Sie einen festangestellten Mitarbeiter oder eine Zeitarbeitskraft.

Olli durchbricht diese Beschränkung. Indem Fähigkeiten in den Mittelpunkt der Stellen- und Auftragsformulierung gestellt werden, entsteht eine objektivere Sicht auf Arbeit und Arbeitnehmer. Sie können Menschen anhand ihrer Fähigkeiten suchen, nicht anhand ihrer Vertragsart. Damit öffnet Olli die Tür zu einem wirklich integrierten Talentansatz – und zu einem faireren und effektiveren Auswahlverfahren.

Technologie ist ein Beschleuniger, kein Endziel

Natürlich ist Technologie nur eine der Dimensionen innerhalb des Reifegradmodells. Unternehmen, die wirklich Fortschritte erzielen wollen, müssen auch in Führung, Vision und Zusammenarbeit zwischen Personalwesen, Einkauf und Geschäftsbereich investieren. Aber Technologie ermöglicht es, Erkenntnisse in Maßnahmen umzusetzen – und genau das ist es, wonach viele Unternehmen derzeit suchen.

Olli als strategische Grundlage

Kurz gesagt: Wer die blinden Flecken in der Belegschaft verringern möchte, beginnt damit, sich ein Gesamtbild zu verschaffen. Das Total Talent Maturity Model hilft Ihnen dabei Schritt für Schritt – und Olli bietet die Grundlage, um dieses Bild auch tatsächlich zu verwirklichen.

Das Buch „Mis geen talent“ (Verpassen Sie kein Talent) ist über verschiedene Kanäle erhältlich. Hier finden Sie eine Übersicht.