Chancen für den Einkauf des „Strategischen Plans für externe Arbeit“

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Externe Arbeitskräfte sind für viele Unternehmen eine der größten Ausgabenkategorien. Dennoch beschränkt sich die Rolle des Einkaufs in diesem Bereich oft auf operative Aufgaben: Sicherstellung der Vertragsbedingungen, Erteilung von Aufträgen und Bearbeitung von Verlängerungen. Dies steht in krassem Gegensatz zur strategischen Bedeutung dieser Kategorie: wichtige Projekte, knappe Fachkräfte und hohe Kostenauswirkungen. Ein „Strategischer Plan für externe Arbeitskräfte: Sourcing & Talentmanagement” bietet dem Einkauf die Möglichkeit, diese Rolle durch bessere Einblicke, Marktkenntnisse und Qualitätssteuerung zu erweitern.

Warum bleibt die externe Arbeit für den Einkauf auf operativer Ebene hängen?

1. Derzeit bleibt der Einkauf aufgrund mangelnder Transparenz gezwungenermaßen operativ . Ohne einen vollständigen Überblick darüber, wer extern arbeitet, welche Fähigkeiten eingekauft werden und wie die Lieferanten abschneiden, kann der Einkauf nur taktisch vorgehen. So beschränkt sich der Beitrag des Einkaufs auf Konditionen und Rechnungsströme, und es gibt wenig strategische Verhandlungsmacht. Dadurch bleibt diese Ausgabenkategorie weitgehend unkontrolliert.

2. Die Kategorie entspricht nicht dem zukünftigen Qualifikationsbedarf des Unternehmens. Ohne Einblick in die Qualifikationen, die immer knapper werden, die strukturell externen Rollentypen und die Entwicklung des Unternehmens ist es unmöglich, eine Lieferanten- oder Marktstrategie festzulegen. Dadurch kann der Einkauf keinen Mehrwert durch Marktforschung, Tarifverhandlungen und Beratung zu Beschaffungsoptionen schaffen.

3. Schließlich gibt es kaum eine Steuerung des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Sobald ein externer Fachmann hinzugezogen wird, fällt der Prozess vollständig aus dem Bereich des Einkaufs heraus. Dadurch fehlen Leistungs- oder Durchlaufzeitdaten, Informationen zur Kundenbindung und Benchmarks für Preis/Leistung. Die Folge: Verträge bleiben allgemein gehalten und steuern nicht das, was wirklich zählt: Fähigkeiten, Qualität und Produktivität.

Was Sie mit einem „Strategischen Plan für externe Arbeit“ erreichen können

1. Der Einkauf wird zum strategischen Partner in einer großen, komplexen Kategorie. Mit einem besseren Verständnis der Ausgaben, Fähigkeiten und Lieferantenleistung kann der Einkauf Einfluss auf Entscheidungen nehmen, die derzeit außerhalb seines Blickfeldes liegen, und so einen strategischen Mehrwert schaffen.

2. Leistungsstarke Marktforschung, die direkt auf den Bedarf an Fachkräften abgestimmt ist. Der Einkauf kann das Unternehmen beraten, wo Engpässe bestehen, welche Lieferanten oder Kanäle benötigt werden und welche Tarifentwicklungen zu erwarten sind. So werden Marktinformationen zu einem direkten Input für strategische (Personal-)Entscheidungen.

3. Eine Lieferantenauswahl, die wirklich zum Talentbedarf passt. Wenn die Einkaufsabteilung die Zusammenarbeit mit der Personalabteilung sucht, können Sie gemeinsam mit Skillsdaten und HR-Informationen dem Unternehmen helfen, Nischenlieferanten zu identifizieren und die Landschaft der bevorzugten Lieferanten zu optimieren.

4. Preis-/Qualitätsrahmen, die sich am Ergebnis statt nur am Preis orientieren. Durch Einblicke in Leistung und Produktivität entsteht eine Grundlage für eine ausgereifte Qualitätssteuerung auf Basis von KPIs, die zu besseren Vereinbarungen mit Lieferanten, strengeren Benchmarks und einer stärkeren Wiederverwendung von leistungsstarken Talenten führen.

5. Verbesserung der Gesamtkosten (TCO), nicht nur der Tarife. Die Fokussierung auf Qualität führt dann zu einer Verbesserung der Gesamtkosten im Verhältnis zur Produktion. Und mit dem neuen Zugriff auf diese Kategorie wird das Qualitätsniveau durch den Mehrwert der Fachkompetenz des Einkaufs erhöht.

Schritte zu einem strategischen Plan für externe Arbeit: Wie geht man vor?

Schritt 1. Analysieren Sie die aktuelle Situation. Sammeln Sie die verfügbaren Informationen und ordnen Sie diese. Betrachten Sie die Ausgaben, die Struktur der Lieferantenlandschaft und die bereitgestellten Kenntnisse und Fähigkeiten.

Schritt 2. Ermitteln Sie gemeinsam mit der Personalabteilung und dem Unternehmen die zukünftigen Anforderungen. Welche Fähigkeiten werden knapp? Welche Funktionen sind strukturell extern? Wo liegen Risiken und Chancen?

Schritt 3. Entwickeln Sie eine gemeinsame Beschaffungsstrategie. Wie muss sich die Lieferantenlandschaft verändern, um unseren zukünftigen Talentbedarf zu decken?

Schritt 4. Vereinbaren Sie Verantwortlichkeiten. Achten Sie auf die Verteilung der Verantwortlichkeiten: Wer bewertet die Qualität, wer überwacht die Leistung und wer ist für den Prozess verantwortlich?

Schritt 5. Integrieren Sie die erforderlichen Daten. Ein Plan ist kein Plan ohne eine Methode zur Messung des Erfolgs. Sorgen Sie für ein einheitliches Bild der externen Arbeit: Fähigkeiten, Tarife, Leistung, Durchlaufzeiten und Ausgaben.

Der Einkauf kann sich strategischer zu dieser Ausgabenkategorie verhalten, indem er in Zusammenarbeit mit den Stakeholdern in der Organisation einen strategischen Plan für externe Arbeitskräfte erstellt. So entsteht Raum für echten Mehrwert: Marktkenntnis, Qualitätssteuerung und strategische Führung in einer der oft größten und wichtigsten Kategorien innerhalb der Organisation.

Möchten Sie sich zu einem solchen Plan beraten lassen? Dann wenden Sie sich an unser Team. Wir beraten Sie gerne zum Vorgehen und zeigen Ihnen, wie Sie die gesammelten Informationen und vereinbarten Prozesse in Ihren Systemen verankern können.


Bitte kontaktieren Sie unseren Kollegen Edwin Welner über LinkedIn oder unter der Telefonnummer +31 (0)88 999 3 999.